Der Name des Schachspiels, welches auch Spiel der Könige“ genannt wird, leitet sich vom persischen Shah ab was so viel wie Herrscher oder König bedeutet.
Einst einigen wenigen Auserwählten vorbehalten, fand das Spiel im Laufe der Jahrhunderte immer mehr Anhänger und wird heute Weltweit von mehreren Millionen Spielern gespielt.

Entstehung und Verbreitung


Die genaue Entstehung des Schachspiels ist nicht belegt und es existieren viele Mythen und Legenden. In unterschiedlichen Publikationen werden Indien, Persien oder vereinzelt auch China als Ursprung angegeben. Es wird heute allgemein davon ausgegangen, dass sich  das Spiel aus dem in nordindien populären Chaturanga entwickelte und im arabischen Raum ab dem 6. Jahrhundert in weiterentwickelter Form als Schatrandsch bekannt war. Im Zuge diverser Expansionskriege wurde das Spiel in Russland und auch Nordafrika bekannt von wo aus es die Mauren im 9. Jahrhundert über Spanien nach Europa brachten. Eine Vielzahl von Schriften belegt, dass das Spiel z.B. unter dem Namen Schachzabel im Mittelalter weit verbreitet war.

 

Modernes Schach


Gegen Ende des 15. Jahrhunderts begannen sich die Regeln des Spieles zu verändern und Schach nahm seine heute bekannte Form an. Vor allem die Änderung der Zugmöglichkeiten einzelner Figuren sorgte dafür dass das Spiel schneller wurde und an Attraktivität gewann. Bauern durften zum Beispiel  nun in ihrem ersten Zug auch 2 Felder vorwärts gehen und die Dame entwickelte sich zu einer mächtigen Figur. Diese konnte ursprünglich nur ein Feld weit diagonal ziehen.


Seit dem 19. Jahrhundert fanden keine größeren Regeländerungen mehr statt und das Schachspiel  hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Bürgertum etabliert. Es wurden vielerorts Schaukämpfe und Turniere veranstaltet und auch namhafte Zeitungen begannen dem Schachspiel Aufmerksamkeit zu schenken und berichteten in eigenen Schachspalten über Partien bekannter Spieler.


1924 Wurde der Weltschachbund FIDE gegründet welcher seit 1927 Schacholympiaden veranstaltet und seit 1946 auch die Schachweltmeisterschaft organisiert.

Da sich namhafte Spieler, wie der amtierende Weltmeister Gari Kasparov, mit der FIDE überwarfen und 1993 mit der PCA einen eigenen Verband zu Vermarktung der Weltmeisterschaft gründeten gab es bis zur Wiedervereinigung im Jahr 2006 parallel Weltmeister beider Verbände.


In den letzten Jahren erfuhr das Schachspiel vor Allem durch das Internet neue Impulse. Auf diversen Schachservern kann jederzeit gegen Spieler aus der ganzen Welt gespielt werden und Partien bekannter Spieler werden über Livestreams zur Verfügung gestellt.