Als Einstimmung auf die kommenden Lektionen und Übungen wollen wir uns ein paar einfache Mattmotive ansehen.
Diese zeigen uns sehr deutlich, dass wir ständig auf der Hut sein müssen und niemals einfach „irgendeinen“ Zug machen sollten.

Das Narrenmatt
Das Narrenmatt stellt die schnellste Möglichkeit dar einen Gegner Matt zu setzen.
Unter kräftiger Mithilfe von Weiß kann Schwarz die Partie in nur 2 Zügen gewinnen.



Das Schäfermatt
Das Schäfermatt welches vereinzelt auch Schülermatt oder Kindermatt genannt wird ist eine bei Anfängern beliebte Eröffnungsfalle.

Reagiert Schwarz nicht auf die Drohung gewinnt Weiß in nur 4 Zügen.

Erkennt Schwarz jedoch die Falle und reagiert entsprechend wird Weiß umgehend für den Damenausflug betraft.


 

 Das Seekadettenmatt

Ein weiteres bei Anfängern beliebtes Motiv ist das sogenannte Seekadettenmatt. Hierbei opfert Weiss seine Dame um das Spiel im 7. Zug zu beenden.

Dieses Mattbild kann übrigens auch mit den schwarzen Figuren erreicht werden.

 

Ersticktes Matt
Das erstickte Matt beschreibt eine Situation in der der König einer Drohung nicht ausweichen kann weil er vollständig von eigenen Figuren umgeben ist und die angreifende Figur auch nicht geschlagen werden kann.
Zur Verdeutlichung sehen wir uns eine Partie an die der frühere Schachweltmeister Alexander Aljechin im Jahr 1935 gespielt hat.

 

Fazit


In allen Beispielen hätte die Niederlage leicht abgewendet werden können wenn sich der unterlegene Spieler vor seinen fatalen Fehlern mit folgenden Fragen auseinandergesetzt hätte.

  • Bin ich mit einer Drohung konfrontiert?
  • Was hat mein Gegner vor?
  • Was ist das Ziel meines Zuges?
  • Welche Möglichkeiten hat der Gegner nach meinem Zug?
  • Welche Alternativen habe ich?


Gerade das Erkennen des gegnerischen Plans und die Wahl der „richtigen“ Alternative stellt Anfänger mangels Routine oft vor scheinbar unüberwindbare Herausforderungen.
Aber Kopf hoch, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und hin und wieder übersehen auch Großmeister etwas.