Die Gründungsjahre

Schon Ende 1986 gab es auf Initiative von Johann Kroyer erste Gespräche mit einigen Schach Interessierten betreffend die Gründung eines örtlichen Schachvereines, als Ergebnis wurde am 1.1.1987 der Schachverein Wulkaprodersdorf gegründet. Die konstituierende Sitzung vom 30.1.87 wählte den ersten Vorstand mit Präsident Semeliker Leopold, Obmann Krojer Johann, Kassier Glavanich Johann, Schriftführer Knapp Josef und weiteren 5 Vorstandsmitgliedern. Seit 1989 führt Glavanich Johann den Verein, tatkräftig unterstützt vom stellvertretenden Obmann Knapp Josef.

Gestützt auf Spenden einiger Geschäftsleute, der Gemeinde und immer mehr vom Allgemeinen Sportverband Österreichs konnte eine Grundausstattung an notwendigen Schachutensilien angeschafft werden. Gestützt auf diese finanzielle Grundlage wurde ständig erweitert und modernisiert, so wurden im Jahr 2000 erstmalig elektronische Uhren in der Landesliga verwendet.

Im Frühjahr 1987 wurde in einem internen Turnier folgende Rangliste ermittelt:

  1. Selinger Günter
  2. Knapp Josef
  3. Glavanich Johann
  4. Wutschitz Ferdinand
  5. Gornik Hans
  6. Martinschitz Matthias
  7. Semeliker Leopold
  8. Glavanich Dieter



Mit diesem Kader wurde in der Meisterschaft 1987/88 der Spielbetrieb aufgenommen. Durch viele neue Spieler wurde es notwendig für das Spieljahr 1988/89 eine zweite Mannschaft zu nennen. Schon im 3. Jahr der Teilnahme an der Meisterschaft, also im Spieljahr 1989/90 konnte erstmals ein Meistertitel und der Aufstieg gefeiert werden. Viele weitere folgten, herausragend dabei war der Aufstieg In die Landesliga im Spieljahr 1999/2000 und der Titel des Burgenländischen Jugendmannschaftsmeisters im Jahr 2001.

Die Aktivität der Vereinsspieler wird auch durch eine rege Teilnahme vieler  Spieler bei diversen Turnieren aufgezeigt mit teilweise beachtlichen Erfolgen wie zum Beispiel dem Titel im B-Turnier des internationalen Turniers in Baden oder einigen Kategoriegewinnen. Einige Spitzenspieler haben den Weg zum Verein gefunden, angeführt  von Fidemeister Schweda Roland. Seinem unermüdlichen  Einsatz, ausgeprägten mannschaftsdienlichen Engagement ist es wesentlich zu verdanken, dass der Verein diese Stärke erreicht hat.

 

Aufstieg in die Bundesliga


Bereits in der Folgesaison 2004/05 gelang dem Verein die große Sensation, denn die Wulkaprodersdorfer, die den zweitniedrigsten Elo-Durchschnitt aller Mannschaften aufwiesen, steigerten sich in einen wahren Spielrausch und sicherten mit einem halben Brettpunkt Vorsprung vor dem SK Baden den Meistertitel. Der Erfolg war umso bemerkenswerter, da er ohne Legionäre erzielt wurde. Der Spielerkader der Meistermannschaft setzte sich wie folgt zusammen: IM Norbert Sommerbauer (6,0 Punkte / 11 Punkte), FM Roland Schweda (6,0/11), FM Helmut Kummer (6,0/11), MK Herbert Rudolf (6,0/11), MK Andreas Kremsner (7,5/11), Peter Steinwender (2,0/6), Peter Hacker (2,5/4) und Franz Wild (0,5/1).

In der Bundesliga konnte allerdings auf den Einsatz von Legionären nicht mehr verzichtet werden. Mit dem Slowaken Tomáš Likavský, dem Deutschen Rainer Polzin und dem Tschechen Radek Kalod wurden drei spielstarke Großmeister zur Verstärkung der Mannschaft verpflichtet. Dennoch waren die Österreicher Roland Schweda, mit 9,5 von 11 möglichen Punkten, und Norbert Sommerbauer, mit 8,5 von 11 möglichen Punkten, in der Aufstiegssaison 2005/06 die effizientesten Spieler. Am Ende verpasste der SV Wulkaprodersdorf nur um einen einzigen Brettpunkt gegenüber dem Union Styria Graz den Meistertitel.

Dennoch hatte der SV Wulkaprodersdorf allen Grund zu jubeln, denn die zweite Mannschaft qualifizierte sich durch den Gewinn des burgenländischen Landesmeistertitels für die 2. Bundesliga Ost, womit der Verein in den beiden höchsten Ligen vertreten war. Allerdings sollte diese Freude nur ein Jahr andauern, denn am Ende der Saison 2006/07 stieg die zweite Mannschaft wieder ab.
Für die erste Mannschaft ging der Erfolgslauf weiter. Auch die Saison 2006/07 schloss der SV Wulkaprodersdorf als Vizestaatsmeister ab, womit sich der Verein endgültig als Spitzenteam im österreichischen Schachgeschehen etablierte. Zwar gab es in der Saison 2008/09, als der SV Wulkaprodersdorf nur am neunten Platz erreichte und damit nur knapp dem Abstieg entging, einen kleinen Einbruch, doch bewiesen die Plätze zwei in der Saison 2010/11 und drei in der Saison 2011/12 wieder erfgangen hat.

In der Saison 2009/10 holte sich die zweite Mannschaft neuerlich den burgenländischen Landesmeistertitel, der mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga Ost verbunden war. Doch auch diesmal sollte die Freude darüber nicht lange anhalten, denn mit Ende der Saison 2011/12 musste die zweite Mannschaft wieder absteigen.

 

Fortsetzung folgt